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Die W-JAX und ein gewisses Thema ...

Jens Seekamp berichtet über die diesjährige W-JAX und das vorherrschende Thema: Microservices.

Egal bei welchem Speaker - Eberhard Wolff, Adam Bien, Stefan Tilkov oder Lars Röwekamp - kam in jedem Vortrag das unvermeidliche Thema der Microservices zur Sprache. Nach einem intensiven Tag auf der W-JAX in München war dem geneigten Zuhörer nicht unbedingt klar, wohin die Reise der Java-Enterprise-Entwicklung nun wirklich geht. Mit einem Application Server als Laufzeitumgebung - warum nicht, wenn der Unterschied zu einem ausführbaren Java-SE-Archiv doch so gering ist, wie Adam Bien es eindrucksvoll demonstriert hat. Oder doch lieber mit einem individuell konfigurierten Uber-Jar a la WildFly Swarm, um den "schwergewichtigen" Application Server zu entsorgen?

Wenn wir auf den Application Server verzichten, wie viele weitere Techniken und Systeme müssen dann aufgesetzt werden, um Themen wie Security, Application Configuration, Microservice Registration, Logging usw. in den Griff zu bekommen? Werden wir dazu zukünftig das Eclipse MicroProfile als neue Programmier-Plattform einsetzen?

Weiter geht es mit dem Design der als Microservice bezeichneten Deployment Artefakte. Pro Microservice nur eine Funktion (< 100 LoC) oder doch größere Einheiten? Pro Microservice eine separate Datenbank mit der Notwendigkeit des intensiven Daten-Transfer oder doch die gute alte, zentrale Unternehmens-Datenbank?

Somit ergeben sich für jedes neue Projekt und jede Anwendungs-Migration vielfältige Fragestellungen, die sicherlich von Fall zu Fall entschieden werden müssen. Also gilt es, die Varianten zu kennen und deren jeweilige Konsequenzen zu bewerten.

Immerhin zeichnete sich als eine Grundaussage ab, dass der fachliche Schnitt und die saubere Entkopplung der Microservices ganz entscheidend ist. Hier wird einheitlich das Domain-Driven Design (DDD) mit seinen Konzepten wie Bounded Contexts und Building Blocks als Strategie der Wahl genannt. Insofern passte der GEDOPLAN-Vortrag von Dirk Weil und Jens Seekamp mit dem Thema "Domain-Driven Java EE" gut ins Bild.

Darüber hinaus konnten wir in unserem ganztägigen Workshop "Java-EE-7/8-Workshop – Enterprise-Anwendungen ohne Ballast" über 40 Teilnehmern erneut zeigen, wie einfach und effizient die Enterprise-Entwicklung mit Java EE heutzutage ist.